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Folgen der Abtreibung für Geschwisterkinder


Wer denkt an die Millionen Abtreibungsüberlebenden

Abtreibungsüberlebende sind jene Kinder, die in einer Familie geboren wurden, wo eine Abtreibung stattgefunden hat oder in Erwägung gezogen wurde. Es sind Kinder, die überlebten, während ihre Geschwister getötet wurden. Sie werden Überlebende genannt.
Außerdem bezeichnen wir solche Kinder als Überlebende, die einen Abtreibungsversuch überlebt haben: die Eltern haben eine Abtreibung vornehmen lassen, das Kind hat aber überlebt.


Typische Symptomatik von Kindern:

a) die abgetrieben werden sollten

Es ist leicht zu verstehen, daß ein Kind, das eine Abtreibung überlebt hat, durch den Abtreibungsversuch, den es durchgemacht hat, bedeutsame psychische und wohl auch physische Schäden davonträgt: Bindungslosigkeit und gleichzeitig Verlassenheitsängste, Unfähigkeit, irgendjemanden zu vertrauen, Vernichtungsängste und Panikgefühle können es ein Leben lang begleiten. Selbstzerstörerische Tendenzen zeigen sich oft schon recht früh, vor allem in Schwellensituationen wie der Pubertät, bei ersten Partnerbeziehungen, in Prüfungssituationen. Die meisten haben lebenslang beträchtliche Schwierigkeiten, ein Gefühl für ihre Identität zu finden. Übermäßiges Anlehnungsbedürfnis, massive Kontaktschwierigkeiten, das Gefühl, “falsch” zu sein und damit auch alles falsch zu machen, kann ein lebenslanges Grundgefühl sein. Ständig müssen sie um ihre Existenzberechtigung kämpfen, auch später im Berufsleben. Isolationsgefühle, generelle Unsicherheit, schwere Neurosen und Psychosen wie auch erhöhte Selbstmordgefährdung konnte man eindeutig bei solchen Jugendlichen und Erwachsenen feststellen, deren Mütter sie nicht austragen wollten. Das Strafregister zeigt eine dreifache Straffälligkeit in schwerwiegenden Straftaten auf. Wesentlich mehr Drogen -, Alkohol- und Tablettenkonsum findet statt.
Es ist wichtig zu unterstreichen, daß ein Überlebender nicht glücklich ist zu leben. Man beobachtete auch immer wieder, daß sich an den Körperstellen, die bei Abtreibungsversuchen verletzt wurden, Krebs gebildet hat.


b) deren Geschwister abgetrieben wurden

Es ist anzunehmen, daß die meisten Kinder es wissen oder zumindest ahnen, wenn in der Familie eine Abtreibung stattgefunden hat. Für das Unterbewußtsein des Kindes entsteht eine schreckliche Situation, denn es sagt sich, dass es, um zu überleben, unter allen Umständen und um jeden Preis immer ein Wunschkind bleiben müsse. Dies stellt eine tiefe existentielle Angst dar! Beziehungen und Zuneigung dieser überlebenden Kinder zu ihren Eltern sind oft von Unruhe und Unsicherheit geprägt. Diese Kinder können sowohl sehr passiv, ergeben und ängstlich sein, als auch während ihrer frühen Kindheit feindlich gesonnen sein. Viele “explodieren” im Moment der Adoleszenz. Existentielle Wut, Gewalt, Selbstmord, Haß gegen die Gesellschaft, die die Ungeborenen nicht vor den mörderischen Absichten der Eltern schützt, Zorn und Empörung gegen die Eltern treten auf.
Da sie lange am dünnen Faden der Willkür ihrer Eltern gehangen haben, können sie im Jugendalter aufrührerisch, jähzornig und zu willkürlichen Zerstörern werden. Diese junge Generation hat oft eine sehr ablehnende Haltung gegenüber ihren Eltern, weil sie ein Geschwisterkind umgebracht haben. Es kann sich bis zu einem Todeshaß entwickeln. Da solche Kinder ihren Eltern nicht getraut haben, trauen sie auch sich selbst nicht. Sie haben Angst, selbst Eltern zu werden.